05.03. - 16.04.2011
Unterschiedliche Papiere wurden durch Stephanie Brysch unter Nutzung ihrer verschiedenen Eigenschaften aufeinander geschichtet, ineinander gerollt, übereinander gelegt. Einige Papiere sind sehr stark und halten andere allein durch ihre Spannung, andere sind weich und formbar. In diesem "Papierberg" befinden sich ebenso aus unterschiedlichen Papieren gefaltete Elemente, angefertigt in traditioneller Origamitechnik.
Auf den ersten Blick willkürlich aufgeschichtet, lässt sich aus den speziell ausgewählten Materialien und Origamielementen, die man als Zelte deuten kann, eine Berglandschaft - bestätigt durch den Titel Baislager - identifizieren. Der Betrachter steht inmitten der Rauminstallation, inmitten der Berglandschaft, inmitten der Basislager.
Die Begrifflichkeit Basislager verweist allgemein auf einen Ausgangspunkt, Schutzunterkunft und Rückzugsort für Bergtouren - in Form von Zeltstädten - abseits jeglicher Infrastruktur. Da umgangssprachlich der Begriff Basislager für die verschiedensten Formen von Stützpunkten verwendet wird, sind auch die Assoziationen vielfältig. Wird die Landschaft erobert? Der Berg belagert? Wird in der Nähe des Gipfels geforscht? Ist am Fuße des Berges ein Flüchtlingscamp zu finden? Ist es ein Freizeitcamp? Krieg, Frieden, Wissenschaft, Freizeit? Die Fragilität des Papiers, das sich ausschließlich durch sich selbst, durch die Materialeigenschaften oder durch die Falttechnik hält, hebt den Gedanken an Schutzfunktion indirekt wieder auf. Die Farben der Landschaft erinnern an Eis und Schnee, gleichzeitig an Wüste. Vielleicht doch ein Bundeswehreinsatz?
Öffnungszeiten:
Freitag & Samstag 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.